Die Traditionelle Chinesische Medizin 中医

Die Chinesische Nation hat in der jahrtausendelangen Geschichte eine glanzvolle Kultur geschaffen. So sind die traditionelle chinesische Medizin (TCM) und die Arzneikunde im Laufe des Lebens und Kampfes gegen die Krankheiten, ein geheimnisvoller Bestandteil des Kulturschatzes der chinesischen Nation geworden.
Als TCM bezeichnet man Behandlungs- und Vorbeugungsmethoden gegen Krankheiten. Sie wird seit etwa viertausend Jahren angewendet.

Es ist sehr schwer unter den 1,2 Milliarden Chinesen einen Menschen zu finden, der noch nie mit der traditionellen chinesischen Medizin und mit traditionellen Heilmitteln behandelt worden ist.

Die traditionelle chinesische Medizin hat ein komplett theoretisches System und eine wissenschaftliche Grundlage. Sie spiegelt das tiefe Verständnis der chinesischen Menschen für den menschlichen Körper und die Natur wieder.

Die dialektische Diagnostik 诊断


Die Diagnostik in der chinesischen Medizin erfolgt durch Puls-, Zungen-, Augen-, Ohrdiagnostik usw.

Ziel der Diagnostik ist es, die Ursache der Krankheit herauszufinden. Darauf aufbauend wird ein Therapieplan entsprechend der Ursache/n festgelegt. Ziel der Therapie ist das Ausgleichen des Energie Gleichgewichts im Körper. 

Durch das Ausleiten von Energieüberschuss sowie Ergänzen der Energie im Falle einer Energieschwäche. Im Verlauf der Therapie ist eine Wiederholung der Diagnostik notwendig, damit der Energiestand im Körper beurteilt werden kann. Bevor die Patienten zur Akupunktur-Therapie kommen, sollten Kaffee, Essen `mit Farbe` vermieden werden (Kaffee beschleunigt Herzfrequenz und verfärbt den Zungenbelag). 

Therapiemethoden in TCM 中医治疗

- Akupunktur

- Moxibustion

- Heilkräuter

- Tuina-Massage

- Taiji und Qigong

- Ernährungstherapie



Akupunktur 针灸

Bevor die Akupunktur durchgeführt werden kann, muss eine richtige TCM Diagnostik erfolgen.

Sie ist die Voraussetzung für den Therapieplan und Grundlage für eine erfolgreiche Therapie.

Man benutzt sehr häufig sterilisierte Einmalnadeln oder sterilisierte normale Stahlnadeln, welche in unterschiedlichen Winkeln angesetzt und unterschiedlich tief eingestochen werden. Durch drehen, heben oder senken der Nadel stimuliert der Behandler den Punkt zusätzlich, sodass Qi über den Punkt zugeführt oder abgezogen werden kann. Dies macht es möglich das gestörte Yin- und Yang-Gleichgewicht wieder zu normalisieren.

Das Stechen der Nadeln verursacht kaum Schmerzen.

Es ist möglich, dass es beim stechen der Nadeln zu Empfindungen wie Wärme oder Kälte, einem Kribbeln, Druck, Taubheit oder Schwere kommt. Diese Empfindungen, werden «De-Qi-Gefühle» genannt und zeigen an, dass der Therapeut in die richtigen Punkte eingestochen hat.

Die Nadeln bleiben 15-20 Minuten in der Haut und können in dieser Zeit mehrmals stimuliert werden (Heben, Stechen, Drehen, mit Hitze,...).

Je nach Ausbildung und Schule unterscheiden dich die Techniken.

Weitere Maßnahmen wie elektrische Stimulation oder Einspritzen von bestimmten Substanzen können ergänzend durchgeführt werden.

Eine Akupunktur-Behandlung wird im Abstand von einmal täglich bis zu einigen Tagen wiederholt und umfasst in der Regel 6 bis 10 Sitzungen.